Ferticon  

Newsletter

Inhaltsverzeichnis

Zurück    Weiter

05.06.2006
 
Newsletter Nr. 6/2005
 
PrÀnatalmedizin
  1. Doppler der A. uterina im ersten Trimester als Prognose fĂŒr eine spĂ€tere Wachstumsretardierung

GynÀkologische Onkologie

  1. Trastuzumab bei HER2-positivem Brustkrebs

Reproduktionsmedizin

  1. FertilitÀt und Alter
  2. Erhöhte Aneuploidierate in den Spermien und in den peripheren Lymphozyten bei Patienten mit abnormalen Spermaparametern

1. Doppler der A. uterina im ersten Trimester als Prognose fĂŒr eine spĂ€tere Wachstumsretardierung

In dieser Studie wird die Assoziation zwischen den Ergebnissen der Doppler-Velozimetrie der Aa. Uterine in der 10-14.SSW und dem Auftreten einer spĂ€teren intrauterinen Wachstumsretardierung (IUGR) untersucht. Die Daten beziehen sich auf die Untersuchung bei 1067 Frauen. Der mittlere Resistenz-Index (RI) war bei der ganzen Kohorte gleich fĂŒr die re. und l. A. Uterina (0,59+/-0,14). Bei den 1067 Frauen hatten 34,2% uni- oder bilaterale Notches, wovon 23,8% unilaterale und 10,4% bilaterale Notches aufwiesen. Frauen mit einem hohen mittleren RI (> ode = 75. Perzentile) hatten ein 5,5fach höheres Risiko fĂŒr eine IUGR. Es fand sich keine signifikante Beziehung zwischen „notching“ und IUGR. Es wird gezeigt, dass ein erhöhter mittlerer RI im ersten Trimester signifikant mit einer IUGR assoziiert ist.

Literatur

Dugoff L, Lynch AM, Cioffi-Ragan D, Hobbins JC, Schultz LK, Malone FD, D'Alton ME; FASTER Trial Research Consortium First trimester uterine artery Doppler abnormalities predict subsequent intrauterine growth restriction. Am J Obstet Gynecol. 2005 Sep;193(3 Pt 2):1208-12

TOP

2. Trastuzumab nach adjuvanter Chemotherapie bei HER2-positivem Brustkrebs

Trastuzumab ist ein rekombinater monoklonaler Antikörper gegen HER2 und besitzt klinische Wirksamkeit bei fortgeschrittenem Brustkrebs der HER2 ĂŒberexprimiert. In dieser Studie wurde seine Wirksamkeit und Sicherheit nach Exzision von frĂŒhem Brustkrebs mit und ohne Lymphknotenbefall und nach Beendigung der Chemotherapie geprĂŒft. Die Studie ist auf eine Therapiedauer von zwei Jahren angelegt mit einer Gabe von Trastuzumab in dreiwöchigem Abstand. Nach einem Jahr konnten 1694 Behandlungen gegenĂŒber 1693 Kontrollen ausgewertet werden. Es traten 374 „Ereignisse“ auf (Rezidiv, kontralateraler Brustkrebs, andere maligne Erkrankungen), wovon 127 auf die Therapie- und 220 auf die Kontrollgruppe entfielen. Der Ereignisquotient fĂŒr die Therapiegruppe betrug 0,54 (P<0,0001), was ein absolutes Benefit ĂŒber 2 Jahre. Allerdings war die Überlebensrate in beiden Gruppen gleich (39 TodesfĂ€lle in der Behandlungsgruppe und 37 in der Kontrollgruppe). Schwere KardiotoxizitĂ€t entwickelte sich in 0,5% der FĂ€lle. Ergebnis: ein Jahr Behandlung mit Trastuzumab verlĂ€ngert signifikant das rezidivfreie Überleben von Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs. Eine weitere Studie kommt zu Ă€hnlichen Ergebnissen.

Literatur

Piccart-Gebhart MJ, Procter M, Leyland-Jones B, Goldhirsch A, Untch M, Smith I, Gianni L, Baselga J, Bell R, Jackisch C, Cameron D, Dowsett M, Barrios CH, Steger G, Huang CS, Andersson M, Inbar M, Lichinitser M, Lang I, Nitz U, Iwata H, Thomssen C, Lohrisch C, Suter TM, Ruschoff J, Suto T, Greatorex V, Ward C, Straehle C, McFadden E, Dolci MS, Gelber RD; Herceptin Adjuvant (HERA) Trial Study Team Trastuzumab after adjuvant chemotherapy in HER2-positive breast cancer. N Engl J Med. 2005 Oct 20;353(16):1659-72.

Romond EH, Perez EA, Bryant J, Suman VJ, Geyer CE Jr, Davidson NE, Tan-Chiu E, Martino S, Paik S, Kaufman PA, Swain SM, Pisansky TM, Fehrenbacher L, Kutteh LA, Vogel VG, Visscher DW, Yothers G, Jenkins RB, Brown AM, Dakhil SR, Mamounas EP, Lingle WL, Klein PM, Ingle JN, Wolmark N. Trastuzumab plus adjuvant chemotherapy for operable HER2-positive breast cancer. N Engl J Med. 2005 Oct 20;353(16):1673-84.

TOP

3. FertilitÀt und Alter

Die Anzahl an Eizellen nimmt bis zur Menopause stetig ab. Ebenso die EizellqualitĂ€t, was auf eine Zunahme der Aneuploidie und BeeintrĂ€chtigung des Spindelapparates zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann. Auch das Alter des Mannes kann die Konzeptionsrate beeinflussen. Hier ist es jedoch weniger die SamenqualitĂ€t als die Kohabitationsfrequenz. Die Abnahme der FertilitĂ€t wird in den Mitdreißigern klinisch relevant und betrifft auch die Assistierte Reproduktion. Bei Frauen ĂŒber 40 sind nicht-schwere Schwangerschaftskomplikationen gehĂ€uft, ebenso FrĂŒhgeburten, angeborene Fehlbildungen und Interventionen unter der Geburt.

Literatur

Baird DT, Collins J, Egozcue J, Evers LH, Gianaroli L, Leridon H, Sunde A, Templeton A, Van Steirteghem A, Cohen J, Crosignani PG, Devroey P, Diedrich K, Fauser BC, Fraser L, Glasier A, Liebaers I, Mautone G, Penney G, Tarlatzis B; ESHRE Capri Workshop Group Fertility and ageing. Hum Reprod Update. 2005 May-Jun;11(3):261-76. Epub 2005 Apr 14. Review

TOP

4. Erhöhte Aneuploidierate in den Spermien und in den peripheren Leukozyten bei Patienten mit abnormalen Spermaparametern

Samen von MĂ€nnern mit schwerem OAT-Syndrom und Azoospermie zeigen eine erhöhte Aneuploidierate, wobei sie bei testikulĂ€rem Samen (TESE) gegenĂŒber ejakuliertem Samen signifikant erhöht ist. Ebenso haben Patienten mit schwerem OAT-Syndrom, Azoospermie oder Yq-Deletion eine erhöhte Rate an Aneuploidie bei den Geschlechtschromosomen in den peripheren Lymphozyten, was auf einen generell defekten Zellteilungsmechanismus hinweist.

Literatur

Gianaroli L, Magli MC, Cavallini G, Crippa A, Nadalini M, Bernardini L, Menchini Fabris GF, Voliani S, Ferraretti AP. Frequency of aneuploidy in sperm from patients with extremely severe male factor infertility. Hum Reprod. 2005 Aug;20(8):2140-52. Epub 2005 Apr 21.

De Palma A, Burrello N, Barone N, D'Agata R, Vicari E, Calogero AE. Patients with abnormal sperm parameters have an increased sex chromosome aneuploidy rate in peripheral leukocytes. Hum Reprod. 2005 Aug;20(8):2153-6. Epub 2005 May 5.

TOP

Zurück    Weiter

  Newsletter
  abonnieren?

Gerhard Leyendecker