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Endometriose

  Inhaltsverzeichnis

  8 Untersuchungsbefunde bei Endometriose        8.2 Ultraschall

8.1 Die gynäkologische Untersuchung

Bei der Inspektion der Scheide nach Entfaltung mit Untersuchungsspiegeln dürfen eventuell vorhandene Knoten im hinteren Scheidengewölbe nicht übersehen werden. Gelegentlich bricht die dort befindliche hinter dem Gebärmutterhals gelegene Endometriose in die Scheide durch und zeigt sich als schwarz-blaue Knoten. Ein normales hinteres Scheidengewölbe ist ohne Beschwerden breit zu entfalten. Bei Befall mit Endometriose gelingt dies nicht.

Bei der Tastuntersuchung (Palpation) ist dieser Bereich knotig und in der Regel extrem schmerzhaft.

Wenn nur die Sacrouterinbänder befallen sind, so sind diese üblicherweise elastischen Bänder derb und straff und ihre Berührung wird als schmerzhaft empfunden.

Das vordere Scheidengewölbe ist normalerweise glatt und weich. Bei Endometriose an der sog. Blasenumschlagsfalte des Bauchfells sind häufig nur diskrete Narbenspangen zu tasten, die sich typischerweise bei 11 und 13 Uhr befinden, weil sich an den dort tiefsten Punkten der Bauchhöhle zwischen Blase und Gebärmutter für die Ausbreitung der Endometriose besonders geeignete Stellen, sog. Prädilektionsorte für Endometriose befinden.

Bei der bimanuellen Untersuchung der Region der Eierstöcke imponieren diese im Falle von größeren Endometriosezysten und bei Verwachsungen nicht als die typischen walnußgroßen, frei verschieblichen, leicht druckdolenten Organe, sondern es werden entsprechend der Ausprägung der Endometriose mehr oder weniger große zystische Tumore oder ein mehr unregelmäßiges geformtes Verwachsungskonglomerat getastet.

Der Untersuchungsbefund ist in der Regel negativ, wenn die Endometriose nur aus einigen Auflagerungen auf dem Bauchfell, geringen Verwachsungen und kleineren Endometriosezysten des Eierstocks besteht.

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Gerhard Leyendecker