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Endometriose

  Inhaltsverzeichnis

  8.1 Die gynäkologische Untersuchung        8.3 Laparoskopie

8.2 Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchungen werden heute in der Regel transvaginal (durch die Scheide) durchgeführt.

Die wesentliche Bedeutung der Ultraschalluntersuchung liegt im Nachweis bzw. Ausschluß von Endometriosezysten (Endometriomen) in den Eierstöcken. Diese Endometriome entstehen durch die Einstülpung von oberflächlichen Endometriosezysten in das Innere des Ovars, so daß das Menstrualblut der ektopen Schleimhaut nicht abfließen kann, sondern sich ansammelt und mehr oder weniger große Zysten bildet, die mit altem, eingedicktem Blut gefüllt sind. Solche Zysten können spontan und auch während einer Operation infolge Berührung einreißen, und es ergießt sich dann der braune Zysteninhalt ("Schokoladenzysten") in die Bauchhöhle.

Im Ultraschallverfahren ergibt der Zysteninhalt ein charakteristisches Echo, so daß das Endometriom des Ovars in der Regel gut von anderen zystischen Prozessen der Eierstöcke abgegrenzt werden kann.
Bei Verdacht auf Endometriose empfiehlt es sich, die Blasenwand sehr sorgfältig zu untersuchen. Palpable Befunde einer Blasenendometriose sind dann auch mit dem Ultraschallverfahren darstellbar. Das gleiche gilt für die retrozervikale Endometriose.

Endometrioseauflagerungen am Bauchfell entziehen sich der Diagnostik im Ultraschallverfahren.

Da die Endometriose in Form der Adenomyose primär eine Erkrankung der Gebärmutter ist, lassen sich mit Hilfe der Vaginalsonographie entsprechende Befunde auf der Ebene der Gebärmutter erheben. Nicht alle Frauen mit einer einwachsenden Ausbreitung der Archimetra haben eine Endometriose. Andererseits kann man aber davon ausgehen, daß Frauen mit einem komplett intakten "Halo" keine Endometriose haben.

Auch die für die Endometriose typische Hyperperistaltik und Dysperistaltik läßt sich vaginalsonographisch nachweisen. Allerdings ist zu deren quantitativer Erfassung eine Videoaufzeichnung notwendig.

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Gerhard Leyendecker