Ferticon  
 
Endometriose

  Inhaltsverzeichnis

  10 Die weitere Entwicklung der Adenomyose/Endometriose        12 Behandlung der Endometriose

11 Zum Problem der Sterilitšt und Subfertilitšt bei Endometriose

Die Sterilit√§t oder Subfertilit√§t bei Endometriose wird entsprechend den obigen Ausf√ľhrungen auf zwei Ebenen bestimmt: Auf der Ebene der Adenomyose des Uterus und der externen Endometriose im Bauchraum.

Da die prim√§ren zur Subfertilit√§t und Sterilit√§t f√ľhrenden Ver√§nderungen auf der Ebene der Geb√§rmutter stattfinden und in Hyper- und Dysperistaltik sowie behindertem bzw. zusammengebrochenem Spermientransport zum Ausdruck kommen, ist das Ausma√ü der strukturellen Ver√§nderungen auf der Ebene der Archimetra entscheidend f√ľr den Grad der funktionellen Subfertilit√§t bzw. Sterilit√§t bei Endometriose. Bisher liegen noch keine Untersuchungen vor, in welchem Ma√ü Gr√∂√üe und Lokalisation der adenomyotischen Ver√§nderungen innerhalb des Uterus die Fertilit√§t beeinflussen. Es ist anzunehmen, da√ü ausgedehnte adenomyotische Ver√§nderungen einen gr√∂√üeren Einflu√ü auf die Fertilit√§t haben als kleinere, mit der Folge, da√ü bei fortschreitender Adenomyose sich die Konzeptionschancen verschlechtern.

Frauen mit minimaler und milder Endometriose und l√§nger bestehender Infertilit√§t haben eine Wahrscheinlichkeit von etwa nur 20%, innerhalb eines Jahres zu konzipieren. Dem steht eine Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von 90% pro Jahr bei gesunden Frauen gegen√ľber. Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bei Frauen mit Endometriose ist unabh√§ngig davon, ob eine Behandlung √ľberhaupt und welche Art von Behandlung der Endometriose stattfindet. Dies bedeutet, da√ü die Infertilit√§t bei Frauen mit Minimalendometriose nicht auf die Endometriose als solche, sondern auf den uterinen Faktor zur√ľckzuf√ľhren ist. Weitere Sterilit√§tsfaktoren sind m√∂glicherweise die verst√§rkte Phagozytose von Spermien in der Geb√§rmutterh√∂hle durch die vermehrt vorhandenen Makrophagen sowie die bei Endometriose h√§ufig zu beobachtenden Zyklusst√∂rungen.

Durch Verwachsungen hervorgerufene Störung des tubo-ovariellen Funktionskomplexes stellen einen zusätzlichen Sterilitätsfaktor dar. Besteht die Möglichkeit der operativen Sanierung, so kann keine Wiederherstellung der Fertilität, sondern nur eine Verbesserung der Konzeptionschancen auf das allerdings im Einzelfall nicht bekannte Niveau erwartet werden, welches durch die uterine Störung bedingt ist.

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Gerhard Leyendecker