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Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  3.6 Substitutionstherapie: Östrogene mit rein vitalisierenden Funktionen        4.1. Relaisfunktion: Rezeptoren werden durch Hormone auf "grün" gestellt

4. Womit können Zellen an sie gerichtete Boschaften empfangen?

Hormone entstammen verschiedenen Molekülklassen. Besonders zahlreich sind die Peptid-bzw. Proteohormone und die Steroidhormone. Als typische Peptidhormone waren das GnRH (Oligopeptid) und Insulin (Polypeptid) bereits erwähnt worden. Aufgrund ihrer Größe sind FSH und LH hingegen eher den Proteohormonen zuzurechnen. Zu den Steroidhormonen zählen die Sexualsteroide Estradiol, Progesteron und Testosteron, deren Bildungsorte vornehmlich in den Gonaden (jeweils in den Ovarien bzw. in den Hoden) liegen, sowie die Corticosteroide Cortisol und Aldosteron, die in erster Linie in den Rindenbezirken der Nebennieren produziert werden.

Bei der Menge und Verschiedenartigkeit von Hormonen, die alle zugleich im Organismus herumvagabundieren, fragt es sich, wie Zellen die für sie bestimmten Signale herausfiltern und registrieren können. Dieses "Kunststück" bewältigen sie mit Hilfe eines ganzen Satzes unterschiedlicher Rezeptoren. Das sind Proteine in oder auf Zellen, die mehr oder weniger spezifisch auf ein bestimmtes Signal (Hormon) ansprechen. Da jede Zelle über eine für ihren Zell-Typ charakteristische Auswahl solcher "Empfangsgeräte" verfügt, kann sie aus einem "Hormon-Cocktail" ein spezifisches Spektrum an Informationen entnehmen. In diesem Zusammenhang sind einige Fragen von Interesse: Wo sind Rezeptoren im einzelnen positioniert? Wie ist die Funktionsweise von Rezeptoren? Wie spezifisch sind Rezeptoren?

Die Rezeptoren von Peptid-/Proteohormonen und von Steroidhormonen sind von Grund auf verschieden. Daher gibt es prinzipiell zwei Wege, auf denen ein Hormon-Signal in eine Reaktion der Zelle umgesetzt wird, auch wenn die Art der Reaktion wie z. B. die Erhöhung der Rate, mit der irgendein Protein gebildet wird, in ihrem Ergebnis durchaus vergleichbar sein kann.

  3.6 Substitutionstherapie: Östrogene mit rein vitalisierenden Funktionen        4.1. Relaisfunktion: Rezeptoren werden durch Hormone auf "grün" gestellt
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Gerhard Leyendecker