Ferticon  
 
Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  4.3. Steroidhormon-Rezeptoren: Der direkte Draht zur Erbsubstanz        5. Wie wird die biologische Aktivität von Hormonen reguliert?

4.4. Bandbreite: Rezeptoren registrieren ein ganzes Spektrum von Signalen

Im Idealfall ist ein Hormon-Rezeptor so spezifisch, daß er nur dann anspricht, wenn er ein einziges, ein eigens für ihn bestimmtes Signal (Hormon) erkennt. Doch derart eng begrenzt ist der "Empfangsbereich" eigentlich bei keinem Rezeptor. Zwar gibt es fast immer ein natürliches Paar "Hormon und Hormon-Rezeptor" wie z. B. Insulin und Insulin-Rezeptor, Estradiol und Östrogen-Rezeptor und Schilddrüsenhormon und Schilddrüsenhormon-Rezeptor, doch können in begrenztem Umfang meist auch andere Moleküle über einen Rezeptor die gleichen, zum Teil aber auch abweichende Wirkungen hervorrufen. Das macht es einerseits so kompliziert Steuerungsmechanismen aufzuklären, bietet andererseits aber die Chance, pharmazeutische Präparate mit synthetischen Hormonen herzustellen, um hormonelle Störungen therapeutisch angehen zu können. Als wohl bekanntestes Beispiel hierfür dient die "Pille" mit synthetischen Östrogenen und Androgenen. Sie wird nicht nur zur Verhütung eingesetzt. Orale Kontrazeptiva dienen auch therapeutischen Zwecken wie der Stabilisierung des Zyklus oder bei Akne Problemen.

  4.3. Steroidhormon-Rezeptoren: Der direkte Draht zur Erbsubstanz        5. Wie wird die biologische Aktivität von Hormonen reguliert?
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Gerhard Leyendecker