Ferticon  
 
Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  5.2. Steroidstoffwechsel: Wie sich Zellen Hormone selbst herstellen        6. Wachstum und Sterben als Hormon-abhängige genetische Programme

5.3. Bioverfügbarkeit: Freie und gebundene Steroidhormone

Hormone werden über Körperflüssigkeiten - im wesentlichen über das Blut - im gesamten Organismus verteilt. Dazu müssen die Hormone zumindest in begrenztem Umfang wasserlöslich sein bzw. sie müssen sich mit einem lösungsvermittelnden Partner zusammentun.

Die Hauptmenge von Estradiol und von Testosteron im Blut liegt nicht in freier Form vor. Dazu lösen sich die Steroidverbindungen im wäßrigen Milieu einfach zu schlecht, so daß bis auf ein bis zwei Prozent alles Testosteron und Estradiol an Proteine gebunden im Blut transportiert wird.

In der Leber wird eigens ein Transportprotein gebildet, das als Sexualsteroidhormon-bindendes Globulin (SHBG) speziell Testosteron und mit geringerer Affinität auch Estradiol bindet. Man geht davon aus, daß die an SHBG fixierten Sexualsteroide für biologische Wirkungen nicht zur Verfügung stehen. Weniger stark behindert sind die Hormone, wenn sie locker an Albumin binden. Allerdings ist die Konzentration von Albumin im Blut derart hoch, daß dieser Transportform dennoch erhebliche Bedeutung zukommt.

  5.2. Steroidstoffwechsel: Wie sich Zellen Hormone selbst herstellen        6. Wachstum und Sterben als Hormon-abhängige genetische Programme
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Gerhard Leyendecker