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Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  6.1. Zellzyklus: Hormone beeinflussen die Teilungsfrequenz von Zellen        7. Welche Rolle spielen Hormone im Zentralnervensystem

6.2. Zelltod: Selbstmord-Programme sind überlebenswichtig

Wenn sich Zellen vermehren, müssen bei einem erwachsenen Individuum in gleichem Maße Zellen verschwinden. Das geschieht auf geordnete Weise, indem in den entsprechenden Zellen ein Programm aktiviert wird, das quasi zum Selbstmord der Zelle führt. Aus diesem Grund wurde der Begriff "programmierter Zelltod" geprägt, der eigentlich besser als Apoptose - nach dem griechischen Wort für das Abfallen der Blätter von einem Baum - bekannt ist.

Gleich ob Signale die Apoptose stimulieren, oder ob Signale die Apoptose unterdrücken, haben ihre Auswirkungen möglicherweise fatale Folgen: Werden z. B. Nervenzellen im Gehirn, die sich normalerweise nicht durch Teilungen regenerieren können, zum Absterben veranlaßt, führt der Schwund an Hirnmasse letztendlich zur Alzheimerschen Krankheit. Bleiben andererseits in einem Gewebe fällige Apoptosen aus, kommt es ebenso zur Geschwulstbildung, wie bei einer gesteigerten Vermehrungsrate der Zellen.

Östrogene haben auch Einfluß auf Apoptose-Prozesse. An Zellen aus einem Brustkrebs, die im Labor in Glasschalen kultiviert werden, führt der totale Entzug von Östrogenen im Nährmedium unter Umständen zum Absterben der Zellen. Die Einschränkung rührt daher, daß Brustkrebszelle nicht gleich Brustkrebszelle ist und auch daher, daß sich die Zellen mit der Zeit verändern können.

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Gerhard Leyendecker