Ferticon  
 
Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  6.2. Zelltod: Selbstmord-Programme sind überlebenswichtig        7.1. Neurosteroide: Balsam für die Psyche

7. Welche Rolle spielen Hormone im Zentralnervensystem

Als oberstes Steuerorgan ist das Gehirn durch die Blut-Hirn-Schranke weitgehend gegenüber schädigenden Einflüssen abgeschottet, d. h. auch von den mit dem Blut zirkulierenden Stoffen erreichen nur "handverlesene" Substanzen direkt das Nervengewebe. Zugangsberechtigt sind unter anderem Steroidhormone, denen das Überwinden biologischer Barrieren aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften ohnehin leicht fällt. Aber auch bestimmte Peptid-/Proteohormone, von denen man das weniger erwartet, gelangen durch spezifische Transportmechanismen quasi durch ein Hintertürchen ins Gehirn. Ein Beispiel ist das aus dem Fettgewebe stammende und unter anderem das Appetitverhalten steuernde Leptin.

Andererseits produziert das Gehirn eine Reihe von Hormonen. Im Rahmen des ovariellen Zyklus (3.4.) hatten wir das GnRH kennengelernt. Darüber hinaus werden im Hypothalamus weitere Peptidhormone gebildet, die zur Hypophyse gelangen und über diese Signale zur Schilddrüse und den Nebennieren senden. Auf dem gleichen Weg wird die Hypophyse vom Hypothalamus aus veranlaßt, Wachstumshormon zu bilden. Ferner wird im Gehirn in der Zirbeldrüse Melatonin produziert, das unter anderem Einfluß auf das Schlaf-Wach-Verhalten hat.

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Gerhard Leyendecker