Ferticon  
 
Wirkungsweise von Hormonen

  Inhaltsverzeichnis

  7.1. Neurosteroide: Balsam für die Psyche        8. Progesteron hilft Spermien auf die Sprünge

7.2. Plastizität: Sexualsteroide "modellieren" das Gehirn

Unter Plastizität des Nervensystems versteht man dessen Fähigkeit, sich strukturell und funktionell entsprechend den Anforderungen stetig fortzuentwickeln. Jedes Mal wenn wir uns etwas merken hinterläßt das in bestimmten Arealen des Gehirns seine Spuren. Unter anderem werden zwischen Nervenzellen neue Kontakte geknüpft, indem weitere Synapsen hinzukommen oder überflüssig gewordene abgebaut werden. Aus Tierversuchen weiß man, daß die Bildung der Synapsen durch Östrogene gefördert wird.

Die Erregungsübertragung an verschiedenen Synapsen-Typen wird von Neurotransmittern bewirkt, deren Bildung oder Abbau unter anderem auch von Östrogenen beeinflußt wird. Über diesen Effekt nehmen Östrogene Einfluß auf geistige Fähigkeiten wie insbesondere die Gedächtnisleistungen. Wenn man sich mit zunehmendem Alter weniger merken kann, ist dies unter Umständen auch auf einen Mangel an Östrogenen zurückzuführen.

Östrogene und Androgene spielen auch eine große Rolle bei der Entwicklung des Gehirns. Je nach vorherrschendem einfluß kommt es zu einer weiblichen bzw. männlichen Ausprägung des Gehirns. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind auch in verschiedenen strukturellen Merkmalen zu finden. Unter anderem verfügt ein männliches Gehirn im durchschnitt über deutlich mehr Nervenzellen in der Großhirnrinde.

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Gerhard Leyendecker