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Pränataldiagnostik

  Inhaltsverzeichnis

  1. Ultraschall im ersten Schwangerschaftsdrittel

Einleitung



Eine Schwangerschaft an sich ist keine Krankheit. Die Schwangere und das zu erwartende Kind werden bis zur Geburt gemäß den Mutterschaftsrichtlinien von Frauenärzten und Hebammen betreut. Dabei spielt die vorgeburtliche Diagnostik mittels Ultraschall eine wichtige Rolle.

Die meisten Schwangerschaften verlaufen problemlos. In wenigen Fällen kommt es jedoch zum Auftreten von Risiken für die Mutter oder das Kind oder sogar für beide. Dann kann eine Überweisung zur Mit- oder Weiterbehandlung an ein entsprechend hochspezialisiertes und qualifiziertes Zentrum notwendig werden.
Ein solches ist das Südhessische Perinatalzentrum an der Frauenklinik des Klinikums Darmstadt, welches sowohl über spezialisiertes Personal als auch die notwendige moderne Gerätetechnik verfügt. Der Autor des vorliegenden Artikels beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit der Ultraschalldiagnostik und Therapie in der Schwangerschaft.
Jährlich werden hier unter Verwendung eines modernen Farbdoppler-Ultraschallgerätes etwa 1200 Schwangere ambulant auf mögliche kindliche Fehlbildungen untersucht und etwa 500 Fruchtwasserpunktionen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgt bei allen stationären Schwangeren routinemäßig ein entsprechendes Ultraschallscreening.

Für das Vorliegen einer Fehlbildung des ungeborenen Kindes ist für jede Frau ein Risiko von 4% anzunehmen. Ca. 12% dieser Fehlbildungen haben eine nachweislich genetische Ursache und werden durch eine Fruchtwasserpunktion in den meisten Fällen erfaßt.
Etwa 75% der insgesamt festgestellten kindlichen Fehlbildungen sind mit dem Leben vereinbar. Sie bedingen in der Mehrzahl eine weiterführende Abklärung und/oder Behandlung nach der Geburt. Eine frühestmögliche Erkennung dieser organischen Veränderungen ist demzufolge für alle Beteiligten wichtig und in nicht seltenen Fällen lebensrettend für das zu erwartende Kind.

Eine Ultraschalluntersuchung kann durch mitunter ungünstige Bedingungen (Beschaffenheit der Bauchdecke der Schwangeren, Lage des Kindes in der Gebärmutter, Fruchtwassermenge u.a.) natürlich keine 100%ige Garantie für die Geburt eines gesunden Kindes liefern.

In der Mehrzahl können jedoch die zukünftigen Eltern in ihrer Hoffnung auf ein gesundes Neugeborenes bestätigt werden.

  1. Ultraschall im ersten Schwangerschaftsdrittel
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Gerhard Leyendecker