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Myome der Gebärmutter (Online-Version)

  Inhaltsverzeichnis

  0. Einführung        2. Alter und Kinderwunsch

1. Was sind Myome?

Myome

Myome sind gutartige Muskelgeschwülste der Gebärmutter. Die Gebärmutter besitzt im Gegensatz zu den Skelettmuskeln „glatte“ Muskelfasern. Die korrekte Bezeichnung lautet daher „Leiomyome des Uterus“. Es handelt sich um sog. monoklonale Tumore, d.h. sie leiten sich jeweils von einer einzigen Muskelzelle ab, die mutiert ist und sich fortlaufend teilt. Hormone und Wachstumsfaktoren spielen hierbei eine Rolle. Myome wuchern nicht in das gesunde Gewebe hinein sondern wachsen expansiv. Um sie herum bildet sich eine Kapsel, so daß sie aus dem gesunden Gewebe herausgeschält werden können.

Beim Sitz der Myome wird zwischen folgenden Lokalisierungen unterschieden:

Subseröse Myome. Sie sitzen mehr oder weniger außen an der Gebärmutter und sind mit viszeralem Bauchfell (Serosa) überzogen. Im Extremfall können sie gestielt sein.

Intramurale Myome. Sie liegen in der Gebärmutterwand.

Submuköse Myome. Sie liegen unmittelbar unter der Schleimhaut (Mucosa) der Gebärmutter. Gestielte submuköse Myome liegen in der Gebärmutterhöhle und werden daher als intracavitäre Myome bezeichnet

Es besteht eine erbliche Neigung zur Myomentwicklung. Afrikanerinnen und Afroamerikanerinnen erkranken häufiger an Myomen als Frauen aus anderen Ethnien. In Deutschland finden sich bei etwa 40% aller Frauen in den Wechseljahren Myome. Sie müssen keine Beschwerden verursachen und schrumpfen nach der Menopause, so daß sie häufig unentdeckt bleiben.

Die Entartungsmöglichkeit zu einer bösartigen Geschwulst (Sarkom) ist gering (unter 1%).

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Gerhard Leyendecker