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Myome der Gebärmutter (Online-Version)

  Inhaltsverzeichnis

  4. Wann und warum führen Myome zur Sterilität?        6. Methoden der Behandlung

5. Diagnose des Uterus myomatosus

Größere Myome kann man ertasten. Bei Vorliegen von vielen Myomen ist die Gebärmutter knotig aufgetrieben. Die altvorderen Lehrmeister unseres Faches haben hierfür den Begriff des „Kartoffelsackuterus“ geprägt. Irregularitäten der Oberfläche bei der Betastung des mehr oder weniger normal großen Uterus weisen ebenfalls auf Myome hin. Auch eine Adenomyose muss als Differentialdiagnose in Betracht gezogen werden. Myome können sich aber auch erst dann herausstellen, wenn die Gebärmutter im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung oder gezielt bei unerfülltem Kinderwunsch einer genauen Ultraschalluntersuchung unterzogen wird. Manche Patientinnen klagen über verstärkte und verlängerte Blutungen, manchmal auch über Dauerblutungen.

Bei größeren Myomen kommen Unterleibsbeschwerden hinzu, wie Druck auf die Harnblase, Kreuzschmerzen oder ein allgemeines „Schweregefühl“ im Unterleib.

Die Gebärmutter wird durch Bänder mehr oder weniger schwebend im kleinen Becken fixiert. Eine durch Myome vergrößerte Gebärmutter zerrt bei jeder Körperbewegung an diesen Bändern, von denen die wichtigsten zum Kreuzbein verlaufen. Die Bänder werden dicker, und es wird durch die unvermeidbare mechanische Belastung eine chronische Entzündung an der Stelle der knöchernen Fixierung der Bänder unterhalten.

In Bezug auf die hier diskutierte Frage der Behandlung der Myome bei Kinderwunsch ist die Ultraschalluntersuchung von entscheidender Bedeutung.

Für eine gute Operationsplanung reicht die alleinige Ultraschalluntersuchung häufig nicht aus. In fast allen von uns operierten Fällen führen wir eine Magnetresonanztomographie (MRT) durch.

Weiter unten beschriebene Fallbeispiele werden dies eindrucksvoll belegen.

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Gerhard Leyendecker